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Abenteuer Sioux City

Unweit von Anger liegt Sioux City, die ultimative Indianerstadt für Kids. Vornweg ein Wort an die Erwachsenen: Dem Vergleich nit den großen und professionellen Westernstädten kann und will man auch nicht standhalten. Kids sind die Zielgruppe, und die sind begeistert. Betrachten Sie bitte dieses Dorf mit Kinderaugen, und Sie werden begeistert sein! Am besten, Sie folgen meinem Sohn auf dieser "abenteuerlichen" Reise nach Sioux City:

Der Saloon

Es war ein trüber, anfangs sogar verregneter Montag, als wir und auf die Suche nach den Spuren der alten Indianer machten. Selbst der sonst zuverlässige Bummelzug aus Weiz konnte wegen einer murenbedingten Streckensperrung das "abgelegene" Anger nicht erreichen, und so blieb es ruhig in Sioux City...

Doch ein paar Abenteurer erreichten diese kleine Stadt an diesem unwirtlichen Tag dennoch auf abenteuerlichen Wegen (mit dem Auto) um zu erfahren und zu erleben, wie die alten Indianer lebten. Folgen Sie doch mir einfach nach auf den Spuren des unerschrockenen Kriegers Apahatschi, der sonst einfach auf den bürgerlichen Namen Werner Sembach hört (oder, wie die meisten Kinder, eher nicht?).

Während Papa in der Bank den Eintritt für die Kinder zahlte (Da ist aber der Abenteuerpaß enthalten) kommen die Erwachsenen gratis hinein. Dafür bekommen Sie aber auch keinen Abenteuerpaß und können nie Einwohner von Sious City werden!

Unentbehrlich, die Karte von Siouxcity

Natürlich bekommen Die Kids erstmal eine zünftige Kriegsbemalung, einen tollen Indianernamen und ja nicht zu vergessen einen Kopfschmuck mit Feder! Und dann geht es ab ins Abenteuer!

Eine ganz wichtige Hilfe ist die auf eine Büffelhaut gemalte Karte, direkt am Lagerfeuer. Sie ist unerläßlich, um die erste schwierige Aufgabe zu lösen, nämlich das Gehemwort am gefährlichen "Schlangenfelsen" zu finden.

Auf ausgetretenen Trampelpfaden geht es steil bergan zu diesem geheimnisvollen Ort. Und dort fand der unerschrockene Apahatschi schon bald auch den Stein mit der geheimnisvollen Botschaft.

Beim Lassowerfen<br>

Und weitere Aufgaben warten auf die Kids. So muß auch ein Pferd mit dem Lasso eingefangen werden. Dies ist selbst dann nicht einfach, wenn das Pferd nur ein Holzgestell ist! Unser Apahatschi war durchaus einige Zeit damit beschäftigt!

Um zu einem Glücksstein zu kommen braucht man natürlich Gold. Das bekommt man natürlich nur, wenn man am "Golden River" Gold wäscht. Es ist gar nicht so einfach, die Goldnuggets im Wasser zu finden. (Vor allem, weil sich die Goldfarbe im Wasser von den Kieselsteinen löst, aber das macht den Kids gar nichts aus!) Aber auch diese Hürde wurde schließendlich erfolgreich genommen und dem Erwerb eines Glücksteinrohlings stand nichts mehr im Wege.

Bei der Goldsuche

Der Glücksstein entpuppte sich als ein Stück Speckstein (Talkum), der sich wirklich kinderleicht mit Feile, Raspel und Schleifpapier bearbeiten läßt. Es ist wirklich erstaunlich mit welcher Liebe und Geduld die Kids an ihrem Stein herumwerkeln und aus dem Steinbrocken, ein individuelles Kunstwerk formen. Das kann dauern...

(Eine kleine Erklärung für Leser, die noch nie Speckstein in Händen hielten: Speckstein, oder auch Talkum ist der weichste Stein, den es gibt. Er läßt sich problemlos mit einer Holzfeile oder Raspel verarbeiten. Es gibt sicher kein Material, daß so einfach, unkompliziert und gefahrlos bearbeitbar ist, wie Speckstein.)

Jause am Lagerfeuer

Arbeiten macht hungrig! Und was ist da besser als eine Zünftige Jause am Lagerfeuer? Dazu gibt es für jedes Kind zwei Kartoffeln in Alufolie, die es selber am Lagerfeier kochen kann. (Teller, Besteck und Salz inclusive.) Während man darauf wartet, daß die Kartoffeln gar werden (So eine halbe Stunde sollte man schon einplanen...), hat man eine gute Gelegenheit, sich am Lagerfeuer aufzuwärmen, was an diesem Tag sicher nicht von Schaden war. Und daß die Kartoffeln schmeckten, muß an dieser Stelle nicht erwähnt werden, oder?

So, nun sind wir schon fast am Ende unseres Abenteuers. Als krönenden Abschluß gibt es natürlich eine Feierliche Überreichung der Einbürgerungsurkunde von Sioux City und eine Abschlußgeschenk in Form eines Lederbeutels für den Glücksstein oder eines Lederarmbandes.

Frisch gestärkt und voll Erinnerung an einen abenteuerlichen Nachmittag traten wir schließlich die ebenso "abenteuerliche" Rückfahrt nach Stubenberg an.

Bleibt also nur noch zu erwähnen, daß es noch mehr Erlebenswertes in Sioux City gibt, bis hin zur Übernachtungsmöglichkeit in originalen Tipis. Fragen Sie doch einfach beim Tourismusverband Anger nach.

Weitere Infos: www.anger.steiermark.at

Hough, sagt Oskar Sembach


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