Diese Lebensweisheit finden Sie auf eimem Papierschild in der Mühle. Einfache, ja scheinbar fast triviale Worte, und doch, wenn man ein wenig darüber nachdenkt... In etlichen Gesprächen mit den Eigentümern der Mühle konnte ich spüren, dass diese Aussage wirklich ernst gemeint ist, auch wenn unsereins sich mehr Gedanken über den Belag des Brotes macht, als über das Brot selber. Dieser Ort regt an sich auch mal wieder auf das Wesentliche zu besinnen und dankbar zu werden. Vielleicht war gerade dies auch ein Beweggrund dreier Freunde aus Stubenberg, vor einigen Jahren diese Mühle nach einem alten Vorbild originalgetreu nachzubauen. Zweifelsohne ist dies keine tolle Touristikattraktion, mit der man zu Hause prahlen kann, sie gesehen zu haben, aber sind es nicht oft die scheinbar unbedeutenden Ziele die wirklich lohnenden? Die Bachbauermühle möchte ich ohne Wenn und Aber darunter einreihen.
Jeden Freitag von Mai bis Oktober können Sie die Mühle beim Schaumahlen ab 18:00 besichtigen. Langsam öffnet sich der Wasserschieber und die Mühle setzt sich allmählich in Bewegung. Sie erfahren dabei so manches interessante über das Mahlen und können in der Regel auch eine Scheibe des hervorragenden Brotes genießen, das auch ohne Aufstrich hervorragend schmeckt! Um nicht zu sagen, es ist fast zu schade, daß man es mit Wurst verunstaltet. Ein Eintritt für die Führung wird nicht verlangt, aber Spenden zum Erhalt der Mühle sind natürlich gerne gesehen. Eine wesentliche Erkenntnis, die Sie mit nach Hause tragen ist, dass es sich nicht um ein Museum handelt, sondern um eine lebende Mühle, in der auch heute noch Mehl gemahlen und dann zu dem o.g. Brot verarbeitet wird. Bei schönem Wetter treffen sich dann auch gerne einige Freunde der Eigentümer und es ergibt sich die Möglichkeit bei einem Gläschen Wein oder Bier noch mehr über die Mühle und ihr Umfeld zu erfahren.
Aber Sie sollten sich trotzdem die Zeit nehmen, einen Blick in das Innere der Mühle zu werfen und das Mahlwerk zu studieren, es lohnt sich. Hier betätigt sich mein Kleiner als Müller, sichtlich interessiert an der alten Technik. Der Platz vor der Mühle lädt natürlich auch zum Feiern ein. Und so gibt es im Sommer das eine oder andere Mühlenfest, bei dem jeder gerne eingeladen ist. Achten Sie einfach auf die Plakate, die man überall im Ort findet, und wenn Sie eines finden, das auf die Mühle hinweist, schau´n Sie doch vorbei, Sie werden es mit Sicherheit nicht bereuen. |
Fazit: Lassen Sie sich dieses Erlebnis nicht entgehen!
Ihr Oskar Sembach.Wegbeschreibung:
Von Stubenberg aus Richtung Schnapsbrennerei Hödlhof, dort geradeaus weiter, bei der nächsten Möglichkeit links abbiegen.
Weitere Informationen bekommen Sie bei Karl Erlacher (03176/8319), Stefan Allmer (03176/8588) oder Johann Feichtinger (03176/8393).