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Unweit von Stubenberg gelegen liegt Hartberg. ein wirklich sehenswertes Städtchen mit einer wunderbaren Altstadt. Aber darüber möchte ich an dieser Stelle nicht berichten. Hartberg ist auch die Heimat eines Automobilmuseums, das Europaweit zu einem der sehenswertesten gehört. Das behaupte ich; beweisen Sie mir mal das Gegenteil!
Wenn Sie das Museum betreten, vermissen Sie wahrscheinlich eine Sitzgelegenheit, denn bereits bei dem ersten Blick in die Halle zieht es Ihnen die Füsse weg! Sie betreten nicht die Scheune eines Autosammlers, der einige mehr oder weniger gut erhaltene alte Karren zeigt, sondern ein Museum mit angeblich über 200 toprestaurierten Oldtimern. (Ich persönlich hatte mir nicht die Zeit genommen, nachzuzählen, ich war viel zu sehr damit beschäftigt, das gebotene anzuschauen!)
Da finden Sie Autos aus der Zeit, als Puch noch PKWs baute, Autos aus der Vorkriegszeit, aber auch aus den 50er und 60er Jahren. Und keines der hier ausgestellten ist uninteressant! Na, ja Brezelfensterkäfer und Jagiar E-Types laufen hier Gefahr in diese Katogerie "uninteressant" eingereiht zu werden. Was können diese Autos, die man bisweilen noch auf der Straße sieht gegen einen Flügeltüren-SL oder dieses Prachtexemplar entgegensetzen? Schaun Sie sich doch mal diesen Mercedes an! Wie dieses Auto sind alle hier ausgestellten perfekt restauriert und fahrbereit. Da kommt doch spontan der Wunsch auf, das eine oder andere Fahrzeug in der eigenen Garage zu sehen! Übrigens, alle Fahrzeuge können Sie auch gerne kaufen, sofern... Na, ich würde auch gerne stolzer Besitzer eines dieser Prachtexemplare sein, aber ich fürchte, mein Bankkonto würde die Anschaffung nicht überleben.
Da bin ich doch froh, daß ich meinen Schorschl habe, mein Käfer Cabrio, Baujahr 77, schwarz mit silbergrauem Verdeck. Auch dieses Fahrzeug wurde schon einmal restauriert, aber schlecht. (Nicht bei Kröpfl, sondern in einer Hinterhofwerkstatt im Nürnberger Raum!) Ja, ja die Vorbesitzer... Aber lassen wir das, weiter im Museum:... Dieser Ausblick in die zweite, größere Halle zeigt die Menge an Autos, die dort zu besichtigen sind. (Oder ehrlich gesagt, nur einen Teil davon.) Wenn Sie an Autos nicht sonderlich interessiert sind, können Sie die Reihen in 10 Minuten ablaufen, aber ehrlich, lohnt sich dann der Eintritt? Wer ein echter Oldtimer-Fan ist, wird sicher ein oder zwei Stunden brauchen um alle Fahrzeuge gebührend zu bewundern. So beiläufig möchte ich auch noch erwähnen, daß die Kröpfls nicht nur mit Oldtimer handeln, sondern sie auch restaurieren. Und wenn man die Fahrzeuge im Museum anschaut, kann man eigentlich zu keiem anderm Schluß kommen, als daß sie etwas davon verstehen, vorsichtig ausgedrückt...
Und dem Angebot an alten Autos noch eines draufzusetzen, stehen in der Halle über 100 Motorräder, die meisten von Puch, herum. Auf meine Frage an die Seniorchefin, anläßlich meines ersten Besuchs im Museum: "Gibt es ein Puch-Motorrad, das jemals gebaut wurde, und hier nicht steht?" bekam ich die Antwort: "Viel net!" Dem kann man nichts mehr entgegnen... Eine wirklich interessante Anlaufstelle für alle Oldtimerfans, zum anschaun (kann sich jeder leisten!), zum kaufen, oder zum restaurieren (kann sich sicher nicht jeder leisten, auch ich nicht!) aber... ...ein Besuch ist, Interesse an alten Fahrzeugen vorausgesetzt, auf alle Fälle unbedingt empfehlenswert. Das Museum ist an Wochenenden und Feiertagen geöffnet, unter der Woche nur nach Vereinbarung. Weitere Infos finden Sie unter unter www.kroepfl.at. |
Fazit: Mein Freund Schorschl (Gattung Käfer/Cabrio) und ich sind begeistert,
Ihr Oskar Sembach.Wegbeschreibung:
Von Gleisdorf aus auf der Bundesstraße Richtung Wien, bis Hartberg. In Hartberg immer geradeaus, bis Sie links einen großen Hof mit vielen gebrauchten Mercedes sehen. Dann liegt rechterhand, etwas tiefer gelegen, das Museum.
Die Bilder wurden mir freundlicherweise von der Familie Kröpfl zur Verfügung gestellt.